www.facebook.com/DieDramaTicker
   
  DRAMA-TICKER
  Wie alles begann
 
„Die Drama-Ticker“ – wie alles begann und ging
Wer hätte gedacht, dass die mal über 30 Jahre bestehen werden?

Es begann 1982, als der Vorstand der Bürgervereinigung Kolonie II und III auf die Idee kam zur Weihnachtsfeier der Bürgervereinigung für die Kinder der Mitglieder ein Theaterstück aufzuführen. Es war der Vorschlag von Adolf Horst „Der Kaisers neue Kleider“ zu spielen, dessen Textbücher Walter Klän wieder „ausgrub“. So spielten in der ersten und im wahresten Sinne einmaligen Aufführung der Vorstand mit einigen Kindern und Jugendlichen dieses Stück, mit dem Vorsitzenden Adolf Horst in der Titelrolle. Regie hatte, wie auch bis zum heutigen Tag bei den "Jungen Drama-Tickern", Walter Klän. 2008 haben wir ihn zum Intendanten gemacht, und die Regie der erwachsenen Gruppe nahm Holger Klän in die Hand. Bis 2002 sofflierte uns Rita Klän und heute Petra Triebel.


Einzige greifbare Aufnahme von dieser Aufführung mit (v.li.) Walter Kulisch, Oliver Seidel, Holger Klän,
Adolf Horst (*23.11.1924-†16.10.2016), Michaela Schwarz, Nicole Klän, Elke Mölders, (am Boden v. li.: Gabi Schwarz, Hannelore Grünwald (Burghof)

Nach dem Stück „Der verlorene Schlüssel“, folgten nach Verstärkung der Gruppe (der Vorstand zog sich vom aktiven Spiel zurück) 3 Einakter und „Ritter Kunibert“, sowie die Teilung in eine Erwachsenen- und Jugendgruppe. In dieser Zeit entstand auch der Name „Die Drama-Ticker“. Drama bedeutet „Handlung“ (griech.) und ein Tick ist eine seltsame Angewohnheit. Wir haben also alle zusammen (natürlich vermitteln wir auch schon mal den Eindruck, nicht alle zusammen zu haben) die seltsame Angewohnheit, Handlungen zu begehen. Am liebsten welche, an denen andere Leute Spaß haben.
Darum wagten sich die Erwachsenen („Erwachsene“ ist hier relativ – aus Personalmangel spielten auch 15-jährige Mädchen Erwachsenenrollen) an das erste abendfüllende Stück „Der Stich ins Wespennest“ – ein Bauernschwank.
Man benötigte eineinhalb
Jahre Proben bis zur Aufführung.


Der Stich ins Wespennest (hier in der Besetzung zu sehen v. li.)  Stefan Lopper, Andrea Gehrmann, Nicole Klän, Wolfhardt Weß (Antoniusheim)

Nach Kaberett und einem selbstgeschriebenen Schwank suchte man etwas Anspruchsvolleres. Aus Platzgründen nennen wir auszugweise nur ein paar herausragende Stücke.
Z.B. „Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde“. Dazu hatten wir fließendes Wasser in der Küchenkulisse. Dies brachte Bernd Gehrmann zu Wege. Als besondere Herausforderung erwies sich, dass die beiden jünsten Mitspieler im Wechsel den Papst verkörperten. Die Maskenbildnerin Andrea Gehrmann hat hier hervorragende Arbeit geleistet.


Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde (hier in der Besetzung zu sehen v.Marius Baluch, Volker Jung, Holger Klän,Wolfhardt Weß, Heidi Wurth. (Antoniusheim)

Manchmal hat man bei der Auswahl auch ein glückliches Händchen. So bei „Das Nebenzimmer“. Nach unserer Auswahl stellte sich heraus, dass dieses Stück noch nie aufgeführt wurde. Wir hatten also die Welturaufführung. Wir spielten es unter den Augen des Autors Walter Seyffert ungekürzt und unverändert (was nicht jedes Stück von sich behaupten kann – aber davon im nächsten Absatz).


„Das Nebenzimmer“ (hier in der Besetzung zu sehen v. li.) Andrea Gehrmann, Stefan Lopper, Heidi Wurth, Eva-Maria Spitzer, Siglinde Steger, Gunnar Weß, Wolfhardt Weß, Iris Klein (Antoniusheim)

Francis Durbridge hat uns nicht zugeschaut. Dies war wohl auch sein Glück. Er hätte sein Stück „Plötzlich und unerwartet“ (Suddently at Home) vielleicht nicht wiedererkannt. Da Durbridge kein Heiliger ist, fehlte uns auch der nötige Respekt, und wir haben ihn verändert. Es stellte sich zum Schluss heraus, dass es nicht einmal eine Leiche gab. Das vermeintliche Opfer hatte alles mit dem Au-Pair-Mädchen zusammen manipuliert. Die einzig Unschuldige und Ahnungslose war die Schwester des „Opfers“
Spannung pur !


„Plötzlich und unerwartet“ (Suddenly at Home) (hier in der Besetzung zu sehen v. li.) Natali Thäns, Wolfhardt Weß, Gunnar Weß (spielte hier zwei Rollen), Heidi Wurth (Antoniusheim)

Dann war da noch „Der Seitenwechsel“ – deutsche Erstaufführung. Zuvor hatten sich nur Österreicher und Belgier daran gewagt. Zwei Familien machen ein Gesellschaftsspiel – 4 Wochen lang freiwillig leben vom Sozialhilfesatz. Von inniger Freundschaft über Euphorie, Ernüchterung bis zur bitteren Feindschaft – die Mischung machts. Hier sah uns der Autor Dirk Salzbrunn zu.



„Seitenwechsel“ (hier in der Besetzung zu sehen v. li.) Heidi Wurth, Henry Schmidt, Wolfhardt Weß, Gudrun Hajek, Iris Klein (halb verdeckt), Gunnar Weß

So wechselten wir im Laufe der Jahre zwischen Theater und Kabarettprogramm. Auch diese Mischung gab uns in jeder Beziehung recht.
Nach 20 Jahren im Antoniusheim, das letzte Kabarettprogramm war „Die Bank“, wurde unsere neue Hauptproben- und Aufführungsstätte der Pfarrsaal von Herz Jesu.
Wir spielten hier z. B. „Immer auf die Kleinen“, ein Kaninchenmörderkrimi. Die Uraufführung hatte 2004 keine geringere Bühne als das Ohnsorg-Theater gehabt. Zwar in plattdeutsch „Jümmer op de Lütten“, aber immerhin ein erlauchter Kreis.


„Immer auf die Kleinen“ (hier in der Besetzung zu sehen v. li.) Ulli Ehlen, Silvia Morsch, Henry Schmidt, Wolfhardt Weß


Zu einem Auswärtsspiel versuchten wir in Leichlingen unser Glück in der „Aula am Hammer“ mit unserem ersten Kabarett „Das letzte Programm„. Dort hatten wir dann einen zahlenden Zuschauer. Ein freundlicher Journalist schrieb dann in der Zeitung, was die Leichlinger versäumt hatten.
Mit mehr Erfolg spielten wir in Köln Vingst St. Theodor und vor der Rheumaliga im Senatshotel Köln.
In Leverkusen gastierten wir erfolgreich im Forum Agam Saal, Pfarrsaal St. Josef in Manfort und bei der AWO in Rheindorf, so auch im Pfarrsaal und heute in der neuen Hoffnungskirche in Rheindorf.


Laufband am Forum Leverkusen


Wolfhardt Weß
 
  15012 Besucher  
 
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=